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Die Geheimnisverräter – wie Datings-Apps mit unseren, teils höchst sensiblen Daten umgehen

Petra K. sitzt auf Ihrem Sofa: Munter klickt sie sich durch das Angebot an möglichen Traumprinzen. „Hot or not“ – im Sekundentakt tauchen mögliche Kandidaten auf ihrem Tablet-Bildschirm auf. Petra K. ist per Dating-App auf der Suche nach dem ultimativen Traummann. Doch bevor es soweit kam, musste sie schon viel von sich preisgeben: Alter, Wohnort, Geschlecht, sexuelle Neigungen und vieles mehr – die Apps wollen meist vieles wissen. Sie entwickeln daraus Profile, um die Chancen auf eine erfolgreiche Suche zu erhöhen. Zudem wird auch jeder Chat protokolliert, jede kleine Nachricht gespeichert. Die französische Journalistin Judith Duportail hatte im September vergangenen Jahres von der App „Tinder“ die Herausgabe ihrer Nutzerdaten gefordert. Sie bekam ganze 800 Seiten, auf denen alles bis ins Kleinste protokolliert war, was ihr Online-Liebesleben betraf. Die Apps wissen also alles, doch was Petra K. voraussichtlich nicht wusste – die Apps gehen mit diesen teils sehr intimen Daten zum Teil recht fahrlässig um. 44 Dating Apps von 22 Anbietern hat die Stiftung Warentest jetzt gerade untersucht und die Ergebnisse werden Sofa-Bachelors nicht gefallen.

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